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Die EU als sicherheitspolitischer und militärischer Akteur in unsicheren Zeiten: Gefangen im expectations-capabilities gap?

Von Matthias Dembinski

In der Zange zwischen russischer Bedrohung und amerikanischem Rückzug richtet sich die Erwartung an die EU, sie solle Verantwortung für die Gewährung von Sicherheit in Europa übernehmen. In ihrer derzeitigen institutionellen Form wäre sie damit aber überfordert. Daher werden aktuell drei Modelle europäischer Sicherheit diskutiert: (a) ein Integrationssprung der EU, (b) die Bildung einer Kerngruppe und (c) eine funktionale und minilaterale Zusammenarbeit unter dem Dach einer europäisierten NATO. Alle Modelle weisen Vorteile, aber auch erhebliche Risiken auf. Die Führungsleistung der „indispensable superpower“ zu ersetzen, bleibt eine Gestaltungsaufgabe.

Originalartikel