Nonproliferation im „Zeitalter der Nuklearwaffen“: Herausforderungen und Aussichten
Geopolitische Spannungen, die Ausweitung von Konflikten sowie eine zunehmende Abhängigkeit von Nuklearwaffen führen in vielen Ländern zu einer erneuten Debatte darüber, ob die Entwicklung nationaler Nuklearprogramme wünschenswert ist. Diese Staaten haben bisher davon abgesehen, solche Programme auf den Weg zu bringen, vor allem aus Respekt vor der Nonproliferationsnorm, aus Angst vor den wirtschaftlichen sowie politischen Folgen und um die erweiterte Abschreckung aufrechtzuerhalten. Die jüngste Einschätzung Frankreichs, seine Nuklearpolitik könne dazu beitragen, die Anreize zur Einhaltung des Nichtverbreitungsvertrags innerhalb Europas zu verstärken, untermauert diese Logik. Nach französischer Auffassung können eine Abschreckungsstrategie mit europäischer Dimension sowie die Bündelung nuklearer und konventioneller Ressourcen verschiedener Partner signifikant zur europäischen Sicherheit beitragen, während sich die Aufnahme von Nuklearprogrammen negativ auf die Erreichung dieses übergeordneten Ziels auswirkt.
Originalartikel