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Raus aus dem Treibhaus – Gemeinsam und global lässt sich das Sicherheitsrisiko des Klimawandels noch verhindern

Von Michael Czogalla

Die Fakten zum Klimawandel liegen auf dem Tisch, die Ziele sind wissenschaftlich untermauert: Um die Erderwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen, müssen die Treibhausgasemissionen schon bis 2030 um rund 50 Prozent reduziert werden. Engagiertes Handeln gerade von den größten Emittenten ist also gefragt. Seit dem Amtsantritt von US-Präsident Biden setzen viele auf dessen klimapolitisches und -diplomatisches Engagement. Die jüngst von vielen Hauptemittenten verschärften Reduktionsziele und das Bekenntnis Chinas zu Klimaneutralität und zum Kohleausstieg geben Anlass zur Hoffnung, dass eine Kooperation im Sinne der Ziele des Pariser Klimaabkommens möglich ist. Nicht nur die USA, sondern auch der „Systemkonkurrent“ China müssen dafür eine Vorreiterrolle einnehmen und trotz vieler Konfliktlinien und Streitpunkte das gemeinsame Ziel Klimaschutz aus ihrer geopolitischen Rivalität ausklammern. Dafür braucht es: 1. die Bereitschaft zu hohen Investitionen in eine wirtschaftliche Transformation sowie zur Unterstützung derjenigen Länder, die diese nicht aus eigener Kraft leisten können; 2. langfristige bindende Verpflichtungen und Abkommen, die Regierungswechsel überstehen; und 3. ein Verständnis für die zahlreichen mit dem Klimawandel verbundenen Sicherheitsrisiken. Die humanitären Folgekosten eines ungebremsten Klimawandels bzw. einer Erderwärmung über 2 °C würden die jetzt erforderlichen Anstrengungen bei Weitem übersteigen. In Kombination mit einem noch zu schaffenden Anreiz- und Sanktionsmechanismus besteht die Chance, auch diejenigen Staaten, die sich aus unterschiedlichen Erwägungen dem Klimaschutz verweigern, in die Pflicht zu nehmen. Wesentliche Schritte in diese Richtung muss bereits der Klimagipfel in Glasgow (COP26) erbringen.

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