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Militärseelsorge als ­Gesprächs- und ­Kooperationspartner in der Persönlichkeitsbildung von Soldatinnen und Soldaten.

Von Dirck Ackermann

Dirck Ackermann rekapituliert zu Beginn seines Artikels die Entwicklung des Konzepts „Innere Führung“ für eine Verankerung der Bundeswehr in der demokratischen Gesellschaft. Die evangelische Kirche habe dabei „in kritischer Solidarität“ auf den Aufbau und die Wertorientierung der Streitkräfte Einfluss genommen – wobei der von der Militärseelsorge als unabhängiger Institution verantwortete und durchgeführte Lebenskundliche Unterricht von Anfang an als umfassendere „Vermittlung gesellschaftlichen Orientierungswissens“ angelegt war. Durch die Überlegungen zu einer Weiterentwicklung ethischer Bildung und eine Einbettung des LKU zu Beginn des 21. Jahrhunderts in diesen Kontext sei, so der Autor, der umfassende Anspruch einer „ethischen Reflexion des Berufs- und Lebensfelds von Soldatinnen und Soldaten“, die Bedeutung eines hierarchiefreien Raums und die wesentliche Rolle der unabhängigen Militärseelsorge erneut in den Fokus gerückt. Die Besonderheiten des LKU als unverzichtbare Ergänzung der Inneren Führung, als wesentlicher Beitrag zur Persönlichkeits- und Gewissensbildung und damit über berufsethische Aspekte hinausgehendes Bildungsformat wurden nun im Rahmen der Entwicklung einer eigenständigen Vorschrift zur ethischen Bildung im Bundesministerium der Verteidigung erneut herausgearbeitet. Zwar bleibe die darin dargestellte Besonderheit und ­Relevanz des LKU gewürdigt; doch Ackermann weist darauf hin, dass ihr auch Rechnung getragen werden müsse. So dürfe etwa der LKU nicht in Konkurrenz zu anderen Formaten der ethischen Bildung treten; vielmehr sollten diese auf eine bereits bewährte Konzeption und die wertvolle Praxiserfahrung der Militärseelsorge als Kooperationspartner im Bereich Innere Führung zurückgreifen.

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