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Der "hybride Krieg" im Kontext der Tradition des „gerechten Krieges“ im 21. Jahrhundert. Von Dr. David Whetham

Kurz gefasst von Cornelius Sturm

Kriege und Konflikte werden immer komplexer. Begriffe wie „hybride Kriegführung“ spiegeln tiefgreifende Veränderungen. Aus ethischer Sicht ist besonders gravierend, dass Konfliktparteien sich kaum mehr an Recht und Gesetz halten. Umso dringlicher ist die Umsetzung ethischer Standards.

Doch erfordern neue Szenarien zwingend auch neue Regeln? Dr. David Whetham verneint diese Frage. Seiner Ansicht nach bietet die Lehre vom „gerechten Krieg“ für die Auseinandersetzungen der Gegenwart ein tragfähiges ethisches Fundament. Eingeführt zur Regulierung zwischenstaatlicher Kriege, verdeckt die martialisch klingende Rede vom „gerechten Krieg“, dass die Doktrin durchaus auch auf „hybride“ Konflikte angewandt werden kann.

Kriterien wie „triftiger Grund“, „rechte Absicht“ und „letztes Mittel“, so Whethams These, lassen sich grundsätzlich dazu nutzen, um Ausnahmen zu rechtfertigen. Im Allgemeinen können die traditionellen Kriterien des „gerechten Krieges“ zur Überprüfung konkreter Maßnahmen gegen „hybrid“ agiere Kriegsgegner verwendet werden. Dies bannt laut Whetham zugleich die Gefahr, Rechtsgrundsätze und Werte im Krieg aufgeben zu müssen.

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