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Die Notwendigkeit eines präventiven Verbots vollautonomer Waffen (Goose)

Kurz gefasst von Gertrud Maria Vaske

Die Zukunft der Kriegsführung wird zunehmend durch autonomere Waffensysteme bestimmt sein. Diese Waffen überschreiten jedoch eine grundlegende moralische Grenze. Die Entscheidung über Leben und Tod auf dem Gefechtsfeld wird fortan auf Maschinen übertragen, was laut Stephen Goose einem Angriff auf die menschliche Würde gleichkommt.

Der Autor fragt in seinem Essay, ob mit dem Einsatz vollautonomer Waffen die Grundsätze des Humanitären Völkerrechts tatsächlich beachtet werden können. Vollautonome Waffen sind dadurch gekennzeichnet, dass sie in der Lage sind, ohne weiteres menschliches Zutun Ziele auszuwählen und zu bekämpfen. Die Aktionsentscheidung trifft das vollautonome Waffensystem selbst, ohne menschlichen Bediener. Doch kann eine Maschine ethisch entscheiden?

Weitere Bedenken richten sich gegen die Technik und die Weiterverbreitung solcher Waffensysteme. Auch hieraus ergeben sich Gefahren für Zivilisten und Soldaten. Goose fordert ein Verbot dieser vollautonomen Waffen. Ein zentrales Argument gegen deren Einsatz sieht er im Grundsatz der finalen Entscheidungskontrolle durch den Menschen selbst, da sonst eine Entmoralisierung des Krieges drohe.

Goose untermauert seine These, indem er darauf verweist, dass selbst Regierungen und Nichtregierungsorganisationen sich mittlerweile für nationale Moratorien zu vollautonomen Waffensystemen aussprechen.

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