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Vollautonome letale Waffensysteme und Kollateralopfer (Arkin)

Kurz gefasst von Gertrud Maria Vaske

Für die Kriegsführung im 21 Jahrhundert wird die Robotik als potentielle militärische Revolution eine entscheidende Rolle spielen. Zur Informationsgewinnung, Überwachung, Aufklärung, Zielerfassung und in Kampfhandlungen wird sie bereits seit Jahren auf modernen Kriegsschauplätzen eingesetzt. 

Prof. Dr. Ronald C. Arkin weist in seinem Essay darauf hin, dass mit den zunehmend autonom agierenden Waffen hohe Erwartungen einhergehen wie das Ziel, die Anzahl ziviler Opfer zu senken. Zu klären ist, inwieweit diese neuen Robotiksysteme tatsächlich geeignet sind, das geltende Humanitäre Völkerrecht genauso anzuwenden wie menschliche Soldaten es tun, ohne dass sie dabei das gesamte Spektrum menschlichen Moralempfindens nachbilden müssten. Menschliche Gräueltaten und Kriegsverbrechen könnten Arkins Meinung nach mit unbemannten Waffensystemen verringert werden. Arkin zeigt eine Anzahl von Vorzügen der Robotik auf, die seiner Meinung nach viel Leid, Stress und Elend vermeiden könnten. Er betont ihre Stärke in komplexen Handlungssituationen und ihre Überlegenheit gegenüber menschlichen Soldaten im Kampfgeschehen.

Gleichwohl stellt Arkin die Frage nach der Verantwortung für Kriegsverbrechen. Er nennt ethische Einwände wie die möglicherweise absinkende Hemmschwelle für Kriegseintritte oder die schleichende Ausweitung militärischer Missionen sowie negative Auswirkungen auf den Zusammenhalt oder die Motivation der Truppe, die Gewährleistung der Netz- und Informationssicherheit und die Gefahr des Missbrauchs, falls die Technologie in falsche Hände gerät. Umso wichtiger ist es seiner Meinung nach, die Entwicklung, Umsetzung und den Einsatz solcher Systeme nicht zu überstürzen, sondern für alle Beteiligten die Folgen gründlich zu überprüfen.

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