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Am 11. November 1918 ging der Erste Weltkrieg zu Ende. Wie der französische Präsident Emmanuel Macron in seiner Rede zum 100. Jahrestag des Kriegsendes verdeutlichte, bildet dieses historische Datum einen wesentlichen Bezugspunkt für das „Friedensprojekt Europa“. Kurz vor den Gedenkfeiern in Paris hatte er sich zugleich erneut für den Aufbau einer europäischen Armee ausgesprochen.  

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Die Kernfrage von Foresight-Prozessen lautet: Was kommt auf uns zu? Worauf müssen wir uns einstellen? Die vorliegende Ausgabe von „Ethik und Militär“ geht einen Schritt weiter. Inwiefern kann Foresight friedensethischen Zielvorstellungen dienstbar gemacht werden – oder mit anderen Worten: Bedeutet mehr Weitblick weniger Krisen? Die Autoren beleuchten diese Frage interdisziplinär – aus der Perspektive der Zukunftsforschung, der Theologie und Ethik, der (Sicherheits-)Politik und des Militärs. Sie erklären zentrale Konzepte, geben einen Überblick über die Vorausschau-Praxis in Deutschland und setzen sich kritisch mit ihren Möglichkeiten und Grenzen auseinander. 

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Paris, Brüssel, Istanbul, Nizza, Berlin, Barcelona, London – immer dichter wird das Netz von Terroranschlägen in Europa: „Die Bilderfetzen überblenden einander und verschmelzen in der medialen Wahrnehmung zu einem riesigen Phantasma, zum Phantasma allgegenwärtiger Gewalt.“  Fast zwei Jahrzehnte nach dem Doppelanschlag auf das World Trade Center scheint das psychologische Kalkül der Terroristen aufzugehen: „Die Angst vor Anschlägen haust in den Köpfen, kriecht durch die Vorstellungen und kommandiert die Erwartung.“

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